Jugendleistungszentrum Emsland stellt sich neu auf

Winfried Budde neuer Sportlicher Leiter

Zu einer neuen Aufgabenverteilung wird es im Jugendleistungs- zentrum Emsland in nächster Zeit kommen. Während eines Pressegesprächs in den Räumlichkeiten am Kunstrasenplatz erläuterten die Verantwortlichen, was sich in den kommenden Wochen ändern soll.

„Im Wesentlichen beruht das auf der Tatsache, dass wir in Anlehnung an die DFB-Auflagen Jahrgangsmannschaften gebildet haben, so dass wir auch die Organisation verändern mussten“, erzählte Dieter Barlage, Vorstand des JLZ.

Man werde zwischen reinen Trainerteams und der sportlichen Leitung und Koordination in Zukunft trennen.

„Wer auf dem Trainingsplatz steht und die weiten Fahrten am Wochenende hat, kann das nicht mehr unter einen Hut bekommen“, so der Haselünner Unternehmer weiter.

„Der neue Sportliche Leiter wird Winfried Budde sein, der seine Fähigkeiten über die Koordination nachgewiesen hat“, so Barlage, der zugleich betonte, dass das JLZ dem bisherigen Leiter Alo Weusthof außerordentlichen Dank schulde. „Er ist in sehr turbulenten Zeiten zu uns gekommen und wenn wir heute sehen, wo wir stehen, muss man klar sagen, dass hier ein großer Beitrag geleistet wurde.“ Das nötige auch Respekt ab, wenn Weusthof sage, dass er als Trainer der U-19 weiter machen werde. Das bewiese auch, dass das gesamte Team sehr gut funktioniere.

Barlage wies darauf hin, dass man drei- bis viermal in der Woche trainiere, was schon deutlich zeige, wie groß der Aufwand für alle sei. So sei man zu dem Schluss gekommen, die gewaltigen Aufgaben neu anzugehen.

„Die Entwicklung des JLZ ist ganz klar positiv“, ging der Vorstand auf das bisher Erreichte ein. Sportlicher Koordinator ist Tobias Bartels, der zugleich Trainer des neu geschaffenen Perspektivteams ist.

Hauptamtlicher Koordinator ist Christof Lampe, der den Schwerpunkt seiner Arbeit in der Logistik hat und hier vom Fahrdienstleiter Aloys Krüssel Unterstützung findet.

Letzterer sei sehr zeitaufwendig, machte Barlage deutlich, dass die Spieler heute nicht mehr nur mit dem Drahtesel zum Stadion kämen.

Reinhard Kues ist Leiter des Spielbetriebs, der entscheidet wann und wo wer gegen wen spielen wird. Dazu kommen Verwaltungsaufgaben, wie z. B. Das Stellen von Anträgen für Spielerpässe.

Als Sportlicher Berater fungiert der seit Jahrzehnten erfahrene Fußballfachmann Roger Müller, Trainer der Frauenmannschaft.

„Wir sind hier also mit 2 Fußball-Lehrern besetzt, was zeigt, wie professionell wir hier die Sache angehen“, zeigte Barlage die Strukturen des Gesamtbildes des JLZ auf.

Als man seinerzeit angefangen hatte, hätte man kaum Trainer gewinnen können, blickte er nochmals in die Geschichte zurück.

„Durch Dieter Barlage ist unheimlich viel Man-Power in die Geschichte gekommen“, lobte Alo Weusthof das Engagement des Haselünners. Er schätze es, wenn Professionalität Einzug hielte, wies er auf die Vorzüge des neuen Systems hin.

„Vornehmlich wollen wir an die emsländischen Topp-Klubs liefern, aber kommen da überdurchschnittliche Kräfte, wird es auch zu höher spielenden Vereinen gehen“, machte Weusthof den jungen Talenten Appetit auf die eigene Zukunft im Leistungsfußball.

„Leider sind noch nicht alle emsländischen Vereine bei uns“, meinte Winfried Budde während des Gesprächs. Da dürften gerne noch ein paar dazu kommen. Da dürften auch außerhalb des Landkreises weitere Klubs zum JLZ stoßen, zeigte er auf, das es da keine geografischen Grenzen geben werde.

„Wir wollen auch das Scouting verbessern und wir hoffen, dass uns die anderen Vereine ihre besten Talente nennen werden“, baut Budde auf eine fundamentale Zusammenarbeit.

Man wolle Unterstützug durch ein dezentrales Fördertraining geben, damit die Spieler nicht weiter stundenlang in Fahrzeugen durch die Gegend gefahren werden müssten, will er auch den Vereinen selbst mehr Verantwortung überlassen.

Dass das JLZ weiter einen professionellen Weg beschreiten wird, zeigt die Tatsache, dass sich mit Fußball-Lehrer Christian Neidhart, Co-Trainer Mario Neumann, Physiotherapeut Daniel Vehring sowie den Spielern Patrick Posipal, Marcel Gebers, Steffen Puttkammer und Martin Wagner ausgewiesene Profis demnächst im JLZ Emsland engagieren werden. Dazu kommen ehemalige Blau-Weiße wie Markus Antzak (Torwarttrainer) oder Damir Bujan als Co-Trainer.

„Damit wollen wir den vielen Kickern in der Region zeigen, dass ihre Idole sie dabei unterstützen werden, ganz weit nach vorne zu kommen“, meinte Dieter Barlage zum Abschluss.

Text und Foto: Heiner Harnack