JLZ Emsland rüstet sich für die Zukunft

Intensiveres Scouting, mehr Offenheit und sieben Sportstätten – das JLZ Emsland plant akribisch die Zukunft. Auf einer Info-Veranstaltung am Montagabend im Meppener Marianum stellten die Verantwortlichen ihre Arbeit und Zukunftsvisionen vor.


Jedes JLZ-Mitglied, sei es die Sportliche Leiterin der Juniorinnen Maria Reisinger oder der Koordinator Oliver Kugland, betonten, dass die Spieler und Spielerinnen nicht nur sportlich, sondern auch persönlich gefördert würden. „Auch die persönliche Entwicklung ist wichtig, dort werden Werte vermittelt“, erklärte auch der erste Kreisrat des Landkreises Emsland Martin Gerenkamp. „Das Jugendleistungszentrum ist eine richtig gute Idee, die wir weiterhin unterstützen.“


160 Sportler zur kommenden Saison
Diese Unterstützung, sei es finanzieller oder organisatorischer Art, ist wichtig. Schließlich erwartet das JLZ zur kommenden Saison insgesamt 160 Spieler und Spielerinnen in den eigenen Reihen. Um wirklich allen Talenten gerecht zu werden, verfügt das Jugendleistungszentrum nun durch die Anlage am Marianum über sieben Plätze.


Verbessertes Scouting
„Das Ziel dieses Projektes ist es, die Top-Talente des Emslandes zusammen zubringen“, sagte der Vorsitzende des Kreisfußballverbandes Hubert Börger. Kugland berichtete in deutlichen Worten, dass dieses Vorhaben nicht immer optimal geklappt hätte. Ab sofort stellt sich das JLZ deshalb vor allem in dem Bereich Scouting breiter auf. 


Abgänge verhindern
Neben fünf Scouts, die jeweils die Verantwortlichkeiten für den Norden, Süden, Osten, Westen und der Mitte des Emslandes übernehmen, präsentierte sich auch der Scouting-Leiter Roger Müller. Dieses Team soll dafür sorgen, dass die emsländischen Talente tatsächlich bis zum Seniorenbereich im Landkreis bleiben und ausgebildet werden. Abgänge in Richtung Osnabrück oder Enschede wolle man verhindern.


Erfolgreicher Nachwuchs
Die U-17-Junioren sowie die C-Juniorinnen sind Beispiele dafür, dass das JLZ Talente bereits in der Vergangenheit halten konnte. Während die U17 die Meisterschaft in der Niedersachsenliga feierte, holten die C-Juniorinnen unter anderem den Niedersachsenpokal.

„Mehr Offenheit“
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wünschte sich Reisinger „eine bessere Kommunikation und vor allem im Frauen- und Mädchenbereich mehr Offenheit“. Allgemein würde man nach zu oft in diesen Bereichen belächelt. „Wenn wir noch mehr Vertrauen der Vereine und Eltern erhalten, werden weitere Türen geöffnet. Dann wird das Projekt noch mehr explodieren“, blickte Alo Weusthof, Sportlicher Leiter der Junioren, mit großer Freude auf die kommende Saison.

Podiumsdiskussion (v.l.): Maria Reisinger, Oliver Kugland, Alo Weusthof und Frank Dosquet sprachen über Wünsche für das kommende Jahr. 
Foto: Kim Patrick von Harling
Autor: Kim Patrick von Harling / NOZ